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Pilzvergiftung: Im Zweifel sofortiger Notruf

Pilze Pilze Foto: M. Reinicke

Johanniter raten von alten Hausmitteln ab

Viele Sammler zieht es jetzt in den Wald, wo es zurzeit viele Pilze gibt. Beim Sammeln ist aber Vorsicht geboten: Für Laien ist es oft schwierig, bekömmliche Speisepilze von giftigen Pilzen zu unterscheiden. Von den rund 10.000 Großpilzarten, die man im Wald finden kann, sind nur etwa 1.000 genießbar.

Wer trotz der Regel „Nur nehmen, was man kennt“ versehentlich doch einen ungenießbaren Pilz erwischt, kann im schlimmsten Fall eine Pilzvergiftung erleiden. Auslöser sind Pilzgifte, von denen manchmal bereits kleinste Mengen ausreichen, um schwere Vergiftungserscheinungen hervorzurufen.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe erinnert deshalb an die wichtigsten Regeln, die bei einer Pilzvergiftung Leben retten können: „Wer nach einem Pilzessen an Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, einer Gelbfärbung der Haut oder Schweißausbrüchen leidet, sollte sofort den Rettungsdienst rufen“, rät Christian Bathge, Rettungsdienstleiter der Johanniter in Brandenburg-Nordwest. Die Symptome können auch erst Stunden oder sogar einige Tage nach der gefährlichen Mahlzeit auftreten.

Wirksame Hausmittel gegen eine Pilzvergiftung gibt es nicht, nur ein Arzt kann professionelle Hilfe leisten. Keinesfalls sollten die Betroffenen durch Salzwasser oder Milch versuchen, Erbrechen herbeizuführen. „Unter der lokalen Giftnotrufnummer 030/19240 in Berlin kann man sich einen Rat einholen. Bei akuten Situationen sollte aber über den Notruf 112 professionelle Hilfe gerufen werden. Dann ist Ruhe bewahren, das beste Hilfsmittel.

Wer nach einem Pilzessen bewusstlos wird, sollte bei regelmäßiger Atmung sofort in die stabile Seitenlage gebracht werden“, empfiehlt Bathge.

Ärzte können durch Reste der Pilzmahlzeit die Art des Giftes feststellen lassen und damit die geeigneten Gegenmaßnahmen einleiten. Deshalb empfehlen die Johanniter, Proben, wie Pflanzen-/Putzreste und Erbrochenes, für den Rettungsdienst aufzubewahren.

Auch wenn eine Rettungsstelle in der Nähe ist, sollten Betroffene auf keinen Fall selbst dorthin fahren. Das ist zu gefährlich, denn der Zustand von Menschen mit Vergiftungen kann sich jederzeit verschlechtern.

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