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RCHB-Auswahl sammelt Gold und Silber beim Bundeswettbewerb

  • geschrieben von  Henriette Rösler
  • Montag, 07 Juli 2014 09:56
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Ruder-Club-Havel Brandenburg Ruder-Club-Havel Brandenburg Foto: Verein

Sarah Wibberenz ist beste deutsche Nachwuchs-Ruderin

Lange hatten sie darauf hingearbeitet, nun haben sich alle Trainingsmühen ausgezahlt: Die jeweils vier Kinder mit Ersatzmann Frederik String vom Ruder-Club-Havel Brandenburg und vom Ruder-Club Plaue, die sich im Juni für die brandenburgische Landesauswahl qualifiziert hatten, kehrten mit zahlreichen Medaillen vom Bundeswettbewerb (BW) in Rüdersdorf zurück.

Der BW stellt mit etwa 1.000 teilnehmenden Kindern zwischen 12 und 14 Jahren die größte Veranstaltung der Deutschen Ruderjugend dar. Dabei darf jedes Bundesland zwei Boote pro Bootsklasse an den Start bringen. Für das jeweilige Ergebnis über die 3.000 Meter und 1.000 Meter auf dem Wasser sowie dem Zusatzwettbewerb an Land bekommt jedes Team Punkte. Wie schon in den letzten Jahren auch überzeugte dabei das Land Brandenburg vor allem ruderisch, so dass am Ende ein sehr guter zweiter Platz in der Länder-Pokalwertung heraussprang. Fast erwartungsgemäß ging Gold wieder an Nordrhein-Westfalen, Bronze sicherten sich die Sportler aus Sachsen-Anhalt.

Der Wettbewerb begann mit der Langstrecke über 3.000 Meter. Vom RCHB startete Sarah Wibberenz im Einer der Mädchen AK 13. Schon zuvor hatte sie bei regionalen Regatten ihre Stärke unter Beweis gestellt. Nun zeigte sich, dass auch national kein anderes Mädchen so schnell unterwegs ist. Sie gewann nicht nur ihre Abteilung, sondern hatte sogar die beste Zeit der gesamten Einer-Konkurrenz. Damit hatte sie sich neben dem Einzug ins A-Finale auch eine Einladung zu einem Lehrgang der Deutschen Ruderjugend nach München gesichert. Ihrer Favoritenrolle konnte Sarah dann auch am letzten Tag über die 1.000 Meter gerecht werden. Mit komfortablem Vorsprung holte sie sich ihre zweite Goldmedaille am Siegersteg ab.

Auch Karla Lang und Lena Lehmann hatten nach drei Regattatagen guten Grund zur Freude. Die beiden Leichtgewichte starteten gemeinsam im Mädchen-Doppelzweier AK 12/13 und beendeten ihre Abteilung im Langstreckenrennen ebenso als Erste. Ihre gute Zeit, die drittbeste im Teilnehmerfeld, berechtigte sie zum Start im A-Finale über die normale Distanz von 1.000 Metern. Im direkten Vergleich machten sie es dann hier kurz vor dem Ziel noch einmal richtig spannend, doch schließlich hatten sie den Bugball vorn und verwiesen Mecklenburg-Vorpommern auf den dritten Platz. Niedersachsen hatte sich zuvor schon den Sieg gesichert.

Vierter RCHB-Starter war der 13-jährige Dominik Schmedes, der die Farben Brandenburgs ähnlich erfolgreich wie vorher schon die Mädchen im Jungen-Einer AK 13 vertrat. Bei der Langstrecke erwischte er jedoch eine starke Abteilung, die er nur als fünfter beenden konnte. Doch trotzdem reichte seine erruderte Zeit und damit ein guter elfter Platz im Mittelfeld für die spätere Teilnahme im B-Finale. Da er hier noch als Letzter mit hinein „gerutscht“ war, waren die Aussichten auf einen vordereren Platz nicht so groß. Doch Dominik kämpfte sich stark über die Strecke und konnte sich in deren Verlauf an die Spitze des Feldes setzen. Mit Platz eins in diesem Rennen und damit Gesamtplatz Sieben konnte auch er stolz über seinen erfolgreichen Saisonabschluss sein.

Der RC Plaue hatte sowohl einen Mädchen- als auch einen Jungen-Doppelzweier in der AK 13/14 am Start. Linda Betker und Carolin Schelhas sowie Max Stenzel und Noah Dumschat belegten in allen ihren Rennen die gleichen Ergebnisse. Die Abteilungen ihrer Langstreckenrennen konnten beide Boote als Dritte beenden. Der Mädchen-Doppelzweier war damit insgesamt Achter und die Jungen ordneten sich als neunte in das Feld ein. Damit war für beide Teams der Start im B-Finale gesichert. Auch hier zeigten sie, dass in den Brandenburger Rudervereinen gute Nachwuchsarbeit geleistet wird und verwiesen fast alle weiteren Starter auf die Plätze. Nur ein Boot musste vorbei gelassen werden, doch die damit gewonnenen Silbermedaillen und Gesamtplatz Acht war sicher auch für das kleine Team aus Plaue ein guter Erfolg.

Nun freuen sich alle auf ein paar erholsame Sommerferienwochen, bevor Mitte August das Training für die neue Saison aufgenommen wird.

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