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Bundesautobahn 10: Gefahrgutunfall auf dem Berliner Ring

Personen wurden nicht verletzt / Stand 7. 50 Uhr

Gegen 07.00 Uhr kam es am Mittwochmorgen zu einem schweren Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring.

Zwischen den Anschlussstellen Berlin- Spandau und Potsdam- Nord ist ein Lkw aus bislang noch unbekannter Ursache ins Schleudern geraten, in die Mittelleitplanke gefahren und dort zum Liegen gekommen. Der Tanklaster vom Typ Mercedes Benz hatte zum Unfallzeitpunkt verflüssigtes Gas geladen, welches explosionsartige Gemische bilden kann. Auch kann die Erwärmung des Gases zu einer Freisetzung von giftigen Dämpfen führen. Die Polizei hat den Unfallort weiträumig abgesperrt und den Verkehr von der Autobahn abgeleitet. Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Tank des Fahrzeuges jedoch nicht beschädigt worden.

Stand: 08.30 Uhr- es wird nachberichtet

Zum Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring kann aktuell mitgeteilt werden, dass der Tankauflieger tatsächlich unbeschädigt ist. Ein Ersatzfahrzeug ist auf dem Weg zu Unfallstelle. Aus dem Auflieger müssen nun die 30.000 Liter des Flüssiggases, bei dem es sich nach bisherigen Erkenntnissen um Kohlenwasserstoff handelt, in das Leerfahrzeug umgepumpt werden. Das wird mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Dazu hat die Polizei einen Sperrkreis von etwa 200 Meter eingerichtet.

Stand: 09.30 Uhr es wird nachberichtet

Die Aufräumarbeiten auf dem Berliner Ring dauern weiterhin an. Da die Zugmaschine stark mit dem Tankauflieger verkeilt ist und dieser auch auf seinen Abpumpventilen liegt, werden zwei Kräne benötigt, um das Fahrzeug komplett aufzurichten. Erst dann kann können die 30.000 Liter in das Ersatzfahrzeug umgeleitet werden. Die Sperrungen an den Anschlussstellen Potsdam-Nord und Berlin- Spandau bleiben weiterhin bestehen.  Bis in die Nachmittagsstunden wird dort nicht mit einer Entspannung der Verkehrssituation zu rechnen sein. Alle Autofahrer werden gebeten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Warum der 28-jährige Berufskraftfahrer gegen 07.00 Uhr plötzlich die Kontrolle über den Tanklaster verloren hatte, ist noch unklar.

Stand: 10.45 Uhr es wird nachberichtet

Die Bergungsarbeiten auf dem Berliner Ringe dauern weiterhin an. Eine Prognose zur voraussichtlichen Dauer lässt sich noch nicht treffen. Alle Lkw-Fahrer, die die Autobahn 10 in Richtung Hamburg unterwegs sind, werden gebeten, die Anschlussstelle Groß Kreutz zu nutzen, um den Unfallort über die Bundesstraße zu umfahren. Das Verlassen der Autobahn an der Anschlussstelle Potsdam-Nord zieht eine alternative Route über die L 902, Ortslage Leest nach sich. Dort befindet sich jedoch eine Brücke, die nur für ein Maximalgewicht von 10 Tonnen ausgelegt ist. Polizisten haben dort ihren Posten bezogen und verhindern ein Überqueren der Brücke für den Schwerlastverkehr.

Stand: 12.30 Uhr- es wird nachberichtet

Zwischenzeitlich haben Polizisten die Anschlussstelle Potsdam-Nord für den Fahrzeugverkehr kurzzeitig gesperrt. Der Ersatztanker wurde an der Anschlussstelle Leest auf die Autobahn gebracht. Von dort aus gelangte der Lkw entgegengesetzt zur Fahrtrichtung (Richtung Hamburg) an die Unfallstelle. Danach war Potsdam- Nord wieder freigegeben. Nun beginnt die „heiße“ Phase der Bergung. Feuerwehrleute haben den Tanker stabilisiert. Nach Einschätzung der Fachleute wird nach dem Aufrichten des Tanklasters das Umpumpen der 30.000 Liter Flüssiggas etwa drei Stunden beanspruchen. Erst danach kann das Unfallfahrzeug von der Autobahn geborgen werden. Die Vollsperrung beider Richtungsfahrbahn bleibt weiterhin bestehen.

Der westliche Berliner Ring ist weiterhin zwischen den Anschlussstellen Berlin-Spandau und Potsdam-Nord nicht befahrbar. Der Sperrkreis, der für die Bergung des verunfallten Tanklasters eingerichtet worden ist, wurde auf 300 Meter erweitert. Nach Einschätzung der Feuerwehr kann der Tankauflieger mit dem Gas nicht transportiert werden.

Stand: 15.30 Uhr- es wird nachberichtet

Die Abpumparbeiten haben aufgrund technischer Schwierigkeiten noch nicht begonnen. Nach bisherigen Erkenntnissen ist der Auflieger mit speziellen Sicherheitsventilen versehen. Im Fall einer Schräglage, oder wie aktuell bei diesem Verkehrsunfall, verriegeln die Ventile automatisch, sodass kein Stoff austreten kann. Somit ist auch ein Abpumpen nicht möglich. Mit der vor Ort vorhandenen Bergungstechnik wird nun alles daran gesetzt, den Lkw wieder in „Marschposition“ (Fachbegriff) zu bringen. Ist diese Position erreicht, wird ein Signal an die Ventile übermittelt, sodass diese wieder entriegeln. Erst dann kann ein Umlagern des Kohlenwasserstoffes in das Ersatzfahrzeug erfolgen. Nach vorsichtigen Schätzungen wird sich die Bergung bis in die Abendstunden hinziehen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 09 September 2015 15:47

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