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IHK-Präsidentin: „Ohne die deutsche Sprache wird es nicht gehen.“

Informationsstände der Netzwerkpartner Informationsstände der Netzwerkpartner Foto: IHK Potsdam

Berufliche Integration von Flüchtlingen: Konferenz des Welcome Integration Network (WIN) für Brandenburgs Wirtschaft in der IHK Potsdam

„Wir erleben einen seit Jahrzehnten nicht da gewesenen Flüchtlingsstrom nach Deutschland. Vor uns liegen große Herausforderungen, um eine erfolgreiche Integration Bleibeberechtigter in die Gesellschaft auf den Weg zu bekommen. In der Zuwanderung stecken Chancen für unser Land und damit auch für die Wirtschaft unserer Region und diese sollten genutzt werden.“ Das sagt Beate Fernengel, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer (IHK) Potsdam, heute in Potsdam während der Konferenz „Berufliche Integration von Flüchtlingen“ für die Brandenburger Unternehmen.

Grundanliegen der Tagung in der IHK Potsdam war, Fragen zu beantworten sowie konkrete Ideen und Wege aufzuzeigen, wie sich die einzelnen Schritte zur Integration effektiver und leichter für alle Seiten gestalten lassen. Die Veranstaltung wurde von den Partnern des Welcome Integration Network (WIN) für Brandenburgs Wirtschaft – darunter Unternehmerinnen und Unternehmer, Arbeitsagenturen, das Brandenburger Arbeitsministerium sowie die Landeshauptstadt Potsdam – unterstützt und diente als Plattform für den Austausch von Informationen, Erfahrungen und Kontakten zwischen der Wirtschaft und den verantwortlichen Stellen.

„Die Integration von Flüchtlingen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Indikator für ein erfolgreiches Ankommen in der Gesellschaft und somit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Doch gibt es seitens der Unternehmen viele Fragen“, so Beate Fernengel, „für die wir Antworten finden. Dazu gehört – das ist ganz wichtig – Zugewanderten sofort den Zugang zur deutschen Sprache zu ermöglichen – ohne die wird es nicht gehen. Nicht in der Aus- und Weiterbildung und sehr schlecht im täglichen Leben sowie im Beruf.“ Nur so könne es gelingen, so Fernengel, eine gesellschaftliche und insbesondere berufliche Integration vom ersten Tag voranzutreiben und Flüchtlinge mit Bleibeperspektive schnell und unbürokratisch in Ausbildung oder Beschäftigung zu bringen.

Nach der Begrüßung durch IHK-Präsidentin Beate Fernengel hielt Birgitta Berhorst, Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF) den Einführungsvortrag „Berufliche Integration von Flüchtlingen – Wo stehen wir und was können wir 2016 schaffen?“. Den Überblick „Informationen für Unternehmen – Rechtliche Aspekte bei der Beschäftigung von Flüchtlingen, Chancen der Integration in den Arbeitsmarkt“ gab Dr. Ramona Schröder, Vorsitzende der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Potsdam. Potsdams Sozialbeigeordnete Elona Müller-Preinesberger schilderte die Situation in der Landeshauptstadt. Erfahrungsberichte aus der Praxis gab es von Dirk Höhne, Leiter Ausbildung und Training der Mercedes-Benz Ludwigsfelde GmbH; Gundula Fehmer, Geschäftsführerin der Reinhold Fehmer GmbH sowie von Ute Frank, Integrationsbegleiterin beim Ausbildungsverbund Teltow (AVT) e. V. Von Best-Practise-Beispielen aus ganz Deutschland berichtete Dr. Sandra Hartig vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK), und Publikumsfragen beantworteten in einer Podiumsrunde die Experten Cornelie Schlegel, Agentur für Arbeit Neuruppin; Andy Meier, Ausländerbehörde Landeshauptstadt Potsdam; Anne Böttcher, AWO-Landesverband Brandenburg e. V.; Steffen Lerche, Gesellschaft für berufliche Aus- und Weiterbildung mbH (GBA); Monika Kadur, Berlin-Brandenburgische Auslandsgesellschaft e. V. (BBAG) sowie Wolfgang Spieß, Geschäftsbereichsleiter Bildung der IHK Potsdam. Das Schlusswort mit einer Darstellung aller bisherigen Aktivitäten der IHK Potsdam hielt IHK-Hauptgeschäftsführer Mario Tobias. Die Moderation bestritt Astrid Karg, Denkmodell GmbH. Die Veranstaltung wurde ergänzt durch Informationsstände der Netzwerkpartner und war öffentlich per Livestream auf Facebook zu verfolgen.

Letzte Änderung am Mittwoch, 06 April 2016 10:27

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