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Die angehende, neue Bundesregierung hat das Thema erneut auf die Agenda gerufen und will in der nächsten Legislaturperiode sogar Fakten schaffen – Cannabis soll legalisiert werden. Damit würde der Konsum und ein staatlich regulierter Handel mit Cannabis-Produkten entkriminalisiert und erlaubt werden. In mehreren Bundesstaaten der USA ist dies bereits passiert – mit Folgen?

Kritiker befürchten durch die Cannabis-Legalisierung allerdings einen drastischen Anstieg im Konsum, insbesondere bei jungen Menschen. Eine aktuelle Studie zum Thema hat nun bewiesen, dass es – wenn eine offizielle Cannabis-Ausgabestelle im direkten Umfeld liegt – NICHT zu einem gesteigerten Interesse oder Konsum unter den 18- bis 23-Jährigen kam.

Dispensaries im Wohnumfeld sorgen nicht für eine Konsumsteigerung

Laut einer neuerlich veröffentlichen Studie, die in Zusammenarbeit der RAND Corporation und der University of Southern California entstanden ist, zeigt es sich, dass Jugendliche, in den angeblich besonders gefährdeten Altersgruppen von 18 bis 23 Jahren, eben NICHT dazu neigen, ein erhöhtes Interesse an Cannabis oder des THC-Konsums an den Tag zu legen, wenn eine Dispensary (amerikanisches Wort für eine legale Cannabis-Ausgabestelle) in der direkten Nähe ist.

Bei dieser neuen und ungewöhnlichen Studie handelt es sich um die Erste ihrer Art. Neben dem oben genannten Thema behandelt die Studie auch noch die Auswirkung des erleichterten Zugangs zu Cannabis-Produkten im jungen Erwachsenenalter, in Bezug auf den späteren evtl. längerfristigen Konsum.

Die rechtliche Lage in den USA und Deutschland

In mittlerweile 10 von 50 Bundesstaaten der USA gilt Cannabis und dessen Wirkstoff THC als sogenannte „Freizeitdroge“ als legal – mehr als 30 Bundesstaaten gestatten inzwischen immerhin den medizinischen Cannabis Einsatz. Dieser progressive Umgang mit Cannabis-Produkten wird nur noch von liberalen Staaten wie Kanada oder den Niederlanden getoppt. Unsere Nachbarn haben Cannabis bereits vor vielen Jahrzehnten legalisiert und aus der kriminellen Schmuddelecke gezogen. Jeder kennt wohl die beliebten, holländischen Coffeeshops.

Und wie sieht es in Deutschland aus? Hierzulande gilt der Handel mit Cannabis, insbesondere mit THC-haltigen Produkten, noch als illegal. Der private Konsum wird in geringen Mengen toleriert. Bis sich die in den Startlöchern befindliche, neue Bundesregierung zu einer Legalisierung durchringen kann, sind weiterhin erst einmal ausschließlich CBD Produkte legal. Viele CBD Artikel sind mittlerweile in Deutschlands Apotheken, Supermärkten und Drogeriemärkten erhältlich und erfreuen sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit. CBD Produkte sollen dabei helfen, schneller und besser zu entspannen, Stress abzubauen oder Schmerzen zu lindern. Ein gutes Beispiel hierfür wäre etwa ein entspannendes CBD Öl von Rossmann.

Weitere Studienergebnisse überraschen

Über zwanzig Jahre hinweg, wurden Jugendliche für die Studie, betreffend ihres Cannabis-Konsums, befragt. Auf diese Weise wurden Daten von etwa 1,4 Millionen High-School-Schülern erhoben und entsprechend ausgewertet. Überraschenderweise deuten die gewonnenen Erkenntnisse darauf hin, dass eine Legalisierung von Cannabis als Freizeitdroge keinesfalls zu einem enorm erhöhten Konsum führt.

Die Stimmen einiger Kritiker dürften daher wohl bald verstummen, denn es hat sich außerdem gezeigt, dass die Legalisierung sogar zu einem leichten Rückgang des THC-Konsums geführt hat. Die Verfasser der innovativen Studie führen diesen merkwürdig erscheinenden Nebeneffekt darauf zurück, dass der Schwarzmarkthandel durch eine Legalisierung stark reduziert und weiter eingeschränkt wird.

Redaktionsteam

Redaktionsteam

Die Havelstadt Radaktion umfass insgesamt ein Team von fünf Journalisten und Autoren, die sich speziell um die Themen Have, Sport, Gesundheit und Fitness orientiert haben