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Werke der Bibliothek des Brandenburger Schöppenstuhls übergeben

´Monika Grütters, Barbara Schneider-Kempf, Cord-Georg Hasselmann ´Monika Grütters, Barbara Schneider-Kempf, Cord-Georg Hasselmann Foto: Domstift

Damit kamen mehrjährige Bemühungen zu einem für alle Seiten erfolgreichen Abschluss

Die Generaldirektorin der Staatsbibliothek zu Berlin, Barbara Schneider-Kempf, hat gestern dem Kurator des Domstifts Brandenburg, Dr. Cord-Georg Hasselmann, einen Teil der Schöppenstuhl Bibliothek übergeben.

Dies fand im Rahmen eines kleinen Festaktes im Brandenburger Dom statt. Überreicht wurden symbolisch zwei der insgesamt 66 Bücher des 17. und 18. Jahrhunderts aus der berühmten Schöppenstuhl-Bibliothek, die die Staatsbibliothek als Dauerleihgabe dem Domstiftsarchiv zur Verfügung stellt. Damit kamen mehrjährige Bemühungen zu einem für alle Seiten erfolgreichen Abschluss.

Bei dem Brandenburger Schöppenstuhl handelt es sich um einen erstmals 1232 erwähnten Spruchkörper eines mit Schöffen besetzten Gerichts, der erst 1817 aufgelöst wurde. Seit 1734 hatte der Brandenburger Schöppenstuhl eine Bibliothek mit rechtswissenschaftlicher und anderer Literatur aus mehreren Jahrhunderten aufgebaut, die nach 1817 zwischen dem Stadtgericht und dem Magistrat aufgeteilt wurde. 1948 wurde die Schöppenstuhl-Bibliothek von der Landesbücherei Potsdam geborgen. Die Bestände aus der Verwaltung des Amtsgerichts wurden 1952 an die Juristische Fakultät der Humboldt-Universität abgegeben und 1963 der Deutschen Staatsbibliothek übereignet.

Im März 2014 hatte sich der damalige Präsident des Brandenburger Oberlandesgerichtes, Wolf Kahl, an den Präsidenten der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Dr. Hermann Parzinger, gewandt, um die Überlassung der teilweise in der Staatsbibliothek zu Berlin aufbewahrten Sammlung Brandenburger Schöppenstuhl zu erörtern. Dem waren u. a. Initiativen des seinerzeitigen Präsidenten des Landtages Brandenburg, Gunter Fritsch, vorausgegangen, der sich bereits im Jahr 2006 an das Domstift mit der Frage gewandt hatte, ob das Domstift grundsätzlich bereit wäre, die Bücher aufzunehmen. Das Domstift hat sich hierzu sofort bereit erklärt, da die Bücher aus der Schöppenstuhl-Bibliothek eine hervorragende Ergänzung der Bestände des Domstiftsarchivs darstellen würden.

Domkurator Cord-Georg Hasselmann sagte gestern bei der Übergabe der Bücher: „Mit dieser Leihgabe kommen die Bücher an ihren ursprünglichen Standort, nämlich in die Stadt Brandenburg zurück. Hierdurch wird auch verdeutlicht, welche Bedeutung diese Stadt im Mittelalter auch als Bibliotheksstandort hatte. Ich nenne nur neben der großen Bibliothek unseres Domstifts diejenigen der beiden Klöster der Franziskaner und der Dominikaner sowie die Bibliotheken der großen Stadtkirchen St. Gotthardt und St. Katharinen. Große Bestände einiger der genannten Bibliotheken sind über die Zeit in das Domstiftsarchiv überführt worden, in der sich auch die Bibliothek der Ritterakademie befindet.“

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